P R E S S E M I T T E I L U N G: Kampfdrohnen sind das Gegenteil sozialdemokratischer Friedenspolitik

29. Juni 2020

Berlin, 29.06.2020 – Zu den heutigen Presseberichten, dass die SPD-Fraktion nun der Anschaffung von bewaffneten Kampfdrohen zustimmen will, äußert sich die Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis, Bundesvorsitzende des Forums DL21:

 

„Kampfdrohnen sind das Gegenteil von sozialdemokratischer Außen- und Friedenspolitik. Die SPD hat 2013 und erneut in einem Beschluss 2019 festgestellt, dass sie für eine internationale Ächtung vollautomatisierter letaler Waffensysteme, also unbemannter Kampfdrohnen eintritt. Mit dieser 180-Grad-Wende würde die Fraktion die Beschlüsse ad absurdum führen. So geht keine glaubwürdige Politik.

 

Alle Argumente, die wir 2013 gegen diese Drohnen aufgeschrieben haben, sind heute weiter gültig: Der Einsatz von Kampfdrohnen untergräbt die internationale Rechtsordnung, es besteht die Gefahr einer Kampfführung im Verborgenen und ein Trend hin zur Automatisierung des Tötens. Diesen Weg dürfen Sozialdemokrat*innen nicht mitgehen. Die SPD-Fraktion muss sich an die Parteibeschlüsse halten und ihr Nein zur Anschaffung von Kampfdrohnen beibehalten.“

P R E S S E M I T T E I L U N G:  Mattheis: Politiker dürfen nicht käuflich sein!

15. Juni 2020

Zu den kürzlich bekannt geworden Vorfällen um den CDU-Bundestagsabgeordneten Philipp Amthor äußert sich die DL21-Bundesvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis:

 

„Die Art und Weise, wie die CDU die Korruptionsaffäre um den CDU-Bundestagsabgeordneten Philipp Amthor totschweigt, ist ein Skandal.“ sagte Mattheis. „Damit zeigt sich, dass die Union eine Lobbypartei ist, die kein Interesse hat, sich zu eigenen Korruptionsfällen zu äußern und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.  Dieser beschämende Vorfall zeigt auch, dass die Forderungen der DL21 nach einem Lobbyregister, einem parlamentarischen Fußabdruck sowie der verbesserten Transparenz von Nebeneinkünften wichtiger sind denn je. Die CDU muss ihren Widerstand gegen solche Maßnahmen aufgeben, wenn nicht das Vertrauen der Menschen in die Demokratie verspielen werden soll. Politiker dürfen nicht käuflich sein!“

 

 

 

 

 

P R E S S E M I T T E I L U N G: Verkehrsministerium legt zivile Seenotrettung lahm

15. Juni 2020

Das Verkehrsministerium hat die zivile Seenotrettung durch eine Änderung in der Schiffsicherheitsverordnung lahmgelegt. Bei der Änderung handelt es sich um eine Neuformulierung, die „Sport- und Freizeitzwecke“ zu „Sport- und Erholungszwecke“ geändert hat. Durch die Änderung müssen nun Boote, die weder beruflichen, noch Sport- und Erholungszwecken dienen,  ab sofort ein Schiffsicherheitszeugnis vorlegen. Die DL21-Bundesvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis äußert scharfe Kritik an Verfahrensart und Inhalt der Änderung:

 

„Die nun vollzogene Verordnungsänderung des Verkehrsministers Scheuer legt die deutsche Seenotrettung lahm.“, sagte Mattheis. „Die Änderung ist in zweierlei Hinsicht falsch und scharf zu kritisieren: Einerseits ist der Weg über eine Verordnungsänderung ein Manöver, um ohne Einbindung des Gesetzgebers zu agieren. Andererseits ist es alarmierend, wenn das Verkehrsministerium der Bundesrepublik Deutschland Maßnahmen ergreift, die die Arbeit der zivilen Seenotrettung blockieren.

Damit ergreift der Minister hier abseits der Öffentlichkeit ähnlich restriktive Maßnahmen wie Gegner der Seenotrettung in anderen europäischen Ländern. Das Ministerium sollte sich mehr dafür einsetzen, dass Menschenrechte gewahrt und Menschen in Not geholfen wird, anstatt am Parlament vorbei aktiv zivile Seenotrettung lahmzulegen. Die Verordnung muss daher umgehend zurückgenommen werden.“

 

 

 

 

#Leftlesson 4: Nachhaltige Investitionen – vor und nach Corona mit Prof. Gustav Horn

8. Juni 2020

In unserer vierten LeftLesson wollen wir uns mit Investitionen beschäftigen – ein brandaktuelles Thema nach dem gestern beschlossenen Konjunkturpaket.
Deutschland verzeichnete lange einen Investitionsstau, da Schuldenbremse und Schwarze Null größere staatliche Investitionen verhinderte. Ändert sich das nun? Und worin wird investiert? Immer wieder genannt werden Bildung, Forschung, Klimaschutz. Welche Investitionen tätigt der Staat tatsächlich? Und wie müssen die aussehen?

Das wollen wir diskutierten mit dem renommierten Wirtschaftswissenschaftler Gustav Horn, Mitglied im SPD-Parteivorstand und ehemaliger Direktore des IMK.

Das Event übertragen wir als Zoomschalte live auf FB und Youtube am 10.06.2020 um 18:00Uhr.
Zur inhaltlichen Vorbereitung gelangst du hier:
Vorbereitung LeftLessons 4 -Nachhaltige Investitionen


Wenn ihr Fragen an Gustav Horn habt, schreibt uns per Mail an info@forum-dl21.de

 

Nachbereitung

Eine Nachbereitung der Leftlesson 4 findet ihr hier:  LeftLessons4_Zusammenfassung_Investitionen

#LeftLesson 3: Finanzierung der Daseinsvorsorge mit Professor Felix Welti

7. Mai 2020

Hilde Mattheis begrüßt Professor Felix Welti von der Universität Kassel. Diesmal dreht sich alles um die Finanzierung der Daseinsvorsorge: Wie bezahlen wir jetzt und in Zukunft eine gute Gesundheitsversorgung, lebensstandardsicherende Renten und vieles mehr. Ein wichtiges Thema, bei dem fundiertes Wissen in jeder Diskussion sehr hilfreich sein kann. Sei dabei und sag’s weiter!

Verfolge den Livestream am Dienstag, 12. Mai 2020 von 19:00 – 20:30 Uhr hier, auf unserem Youtube Kanal oder auf Facebook!

 

https://www.youtube.com/watch?v=AQQs4BCxvfg

Vorbereitung LeftLesson 3

 

P R E S S E M I T T E I L U N G: Hartz IV in der Krise erhöhen

8. April 2020

Berlin, 07.04.2020 – Die Corona-Krise und die damit verbundenen Einschränkungen des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens trifft viele hart. Die Einschnitte haben sich vor allem bei den Ärmsten bemerkbar, die deshalb stärkere Unterstützung durch die Bundesregierung benötigen, fordert die Bundestagsabgeordnete und Bundesvorsitzende des Forums DL21 Hilde Mattheis.

 

„Mit 432 Euro Regelsatz sich selbst und die Familie ordentlich zu versorgen, ist ein Unding“, erklärte Mattheis. „In den ärmsten Familien im Land droht Mangelernährung mit allen gesundheitlichen Folgen, die das haben kann. Am härtesten wird das die Kinder treffen, die den ganzen Tag zu Hause bleiben müssen. Das Schulessen ist weggebrochen, die Tafeln sind geschlossen. Diese Familien stehen noch schlechter da als sie es sowieso schon tun.“

 

„Die bisherigen Maßnahmen der Bundesregierung, vom Kurzarbeitergeld über Aussetzung der Vermögensprüfung bis hin zum Notfall-Kinderzuschlag, sind richtig, reichen aber nicht aus. Der Regelsatz sollte daher um mindestens 100 Euro, besser pauschal 200 Euro angehoben werden als ein Notprogramm während der Corona-Krise. Bei rund 3,75 Mio. ALG II-Empfängern entstünden damit Kosten von 750 Mio. Euro im Monat. Das ist angesichts der berechneten 10 Milliarden Euro Ausgaben für das veranschlagte Kurzarbeitergeld beherrschbar“, befindet Mattheis. „Unsere Solidarität darf nicht bei den Ärmsten Halt machen. Gerade sie brauchen mehr denn je unsere Unterstützung.“

P R E S S E M I T T E I L U N G Mattheis: Deutschland riskiert das Auseinanderfallen der EU

2. April 2020

Berlin, 01.04.2020 – Die EU streitet darüber, wie die Hilfen zur Bewältigung der Corona-Krise zu finanzieren sind. Die Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis, Bundesvorsitzende des Forums DL21 wirbt für eine gemeinschaftliche Anleihe, sogenannte Euro-Bonds.

„Die weltweite Bedrohung durch das Corona-Virus kann die EU nur gemeinsam bewältigen. Gemeinsame Kredite und gemeinsame Haftung waren und sind in dieser außergewöhnlichen Krise nicht nur ein Zeichen von Solidarität, sie sind auch ökonomisch sinnvoll. Die vergangene sog. Eurokrise lehrt das“, sagte Mattheis.
Mit Eurobonds könnten die Mitgliedstaaten der EU gemeinsam Schulden am Kapitalmarkt aufnehmen, sie könnten dann diese Mittel unter sich nach Bedarfssituation aufteilen und würden gesamtschuldnerisch haften. So würden Länder wie Italien, Griechenland und Spanien leichte Zugang zu Kapital haben. Vorteil wäre auch, dass das Ausfallrisiko aller Staaten viel geringer wäre als das Risiko einer möglichen Zahlungsunfähigkeit eines einzelnen Staates. Damit könnten auch die Zinsen geringer halten werden. Da somit für alle EU-Staaten der Zugang zum Kapitalmarkt erhalten bliebe, würde aus der Corona-Krise keine erneute Staatsschuldenkrise wie 2012/2013. „Die Angst wie schon 2012/2013, dass Staaten dies ausnützen könnten und übersteigerte Schulden machen würden, darf heute nicht wieder als Argument für die Nichteinführung von Corona-Bonds sein“, so Mattheis.
„Nur mit drakonischen Sparmaßnahmen hatte die EU-Troika Staaten wie Griechenland und Spanien damals unter ihren Rettungsschirm geholt. Resultat war ein Zusammenstreichen des Sozialstaates in den entsprechenden Ländern. Insbesondere auch die Gesundheitssystems waren davon betroffen und deren Probleme bzw. die Folgen zeigen sich gerade jetzt. Nun soll offenbar den betroffenen Staaten mit dem ESM das gleiche falsche Mittel verabreicht werden. Es ist zu befürchten, dass gerade in den jetzt betroffenen Ländern die europäische Problemlösung wieder zu Lasten des Sozialstaates und damit der Bevölkerung angestrebt wird. In der Krise wenigstens aus Fehlern zu lernen, das müsste doch möglich sein.“

„Verantwortlich für diese unsolidarische Haltung ist die CDU/CSU mit der Bundeskanzlerin an der Spitze“, monierte Mattheis. „Wie vor einigen Jahren läuft Deutschland Gefahr, als Zuchtmeister aufzutreten. Angesichts der katastrophalen menschlichen, ökonomischen und sozialen Folgen ist das ein Spiel mit dem Feuer, das die EU endgültig zerreißen und die Demokratie in den betroffenen Staaten schwer beschädigen könnte. Insbesondere in Griechenland sind die politischen Folgen zu besichtigen.“

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