Pressemitteilung: Kampfdrohnen sind das Gegenteil sozialdemokratischer Friedenspolitik

5. Oktober 2020

Berlin, 05.10.2020 – Anlässlich der heutigen Anhörung im Deutschen Bundestag zur Bewaffnung der Bundeswehr mit Kampfdrohnen äußert sich die Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis, Bundesvorsitzende des Forums DL21 – Die Linke in der SPD:

 

„Kampfdrohnen sind das Gegenteil von sozialdemokratischer Außen- und Friedenspolitik. Die SPD hat 2013 und erneut in einem Beschluss 2019 festgestellt, dass sie für eine internationale Ächtung vollautomatisierter letaler Waffensysteme, also unbemannter Kampfdrohnen eintritt. Zu glaubwürdiger Politik gehört es, diese Beschlüsse auch angesichts von Forderungen aus der Union aufrecht zu erhalten.

 

Alle Argumente, die wir als Partei 2013 gegen diese Drohnen aufgeschrieben haben, sind heute weiter gültig: Der Einsatz von Kampfdrohnen untergräbt die internationale Rechtsordnung, es besteht die Gefahr einer Kampfführung im Verborgenen und ein Trend hin zur Automatisierung des Tötens. Diesen Weg dürfen Sozialdemokrat*innen nicht mitgehen. Die Zivilgesellschaft unterstützt uns in dieser Haltung, wie die heutige Mahnwache am Reichstag zeigt.“

P R E S S E M I T T E I L U N G: Moria brennt: Aufenthaltsgesetz ändern

10. September 2020

Berlin, 10.09.2020 – nachdem das überfüllte Flüchtlingslager Moria auf Lesbos zuerst nach einem Corona-Ausbruch abgeriegelt wurde und gestern dort ein Feuer ausbrach, ist nun Handeln erforderlich. Die baden-württembergische Landesgruppe der DL21 – Die Linke in der SPD fordert sofortiges Eingreifen der Landesregierung, um den Geflüchteten zu helfen.

 

„Wir müssen den Geflüchteten sofort helfen!“, fordert Hilde Mattheis, MdB vom Sprecher*innenkreis der DL21 Baden-Württemberg – Die Linke in der SPD. „Wer angesichts dieser Zustände weiter wegschaut und blockiert, macht sich mitschuldig am Elend dieser Menschen. Ich fordere daher die Landesregierung auf, sich im Bundesrat der Initiative zur Aufnahme von Geflüchteten anzuschließen. Die Lage in Moria war bereits vorher furchtbar, nun wird das Lager zur Todeszone. Es ist unsere humanitäre Verpflichtung, hier endlich helfend einzugreifen.“

 

Die Bundesländer Berlin, Thüringen und Nordrhein-Westfalen hatten sich in der Vergangenheit bereit erklärt, weitere Geflüchtete aus Moria aufzunehmen. Das Bundesinnenministerium hatte aber die Aufnahme untersagt. Berlin und Thüringen erwägen daher eine Klage gegen das BMI, Nordrhein-Westfalen fordert eine Bund-Länder-Konferenz.

 

„Was Bundesinnenminister Horst Seehofer hier macht, ist beschämend,“ stellt Mattheis fest. „Ein reiches Land wie Deutschland sieht sich nicht in der Lage, den Ärmsten zu helfen. Genauso irritierend ist aber auch der Widerstand jener Bundesländer, die die Bundesratsinitiative Berlins und Thüringens zur Änderung des Aufenthaltsgesetzes blockieren. Ministerpräsident Kretschmann und Innenminister Strobel müssen diesen Widerstand sofort aufgeben. Das gebietet die Menschlichkeit gegenüber den Geflüchteten.“

P R E S S E M I T T E I L U N G: Moria brennt: Humanitäre Hilfe jetzt!

9. September 2020

Im überfüllten Flüchtlingslager Moria auf Lesbos kommen mehrere Krisen zusammen: Das Lager wurde nach einem Corona-Ausbruch abgeriegelt, nun ist ein Feuer ausgebrochen. Die Bundesvorsitzende der DL21 – Die Linke in der SPD, Hilde Mattheis, MdB, fordert sofortiges Eingreifen des Bundesinnenministers, um den Geflüchteten zu helfen.

 

„Wir müssen den Geflüchteten sofort helfen!“, fordert Mattheis. „Wer angesichts dieser Zustände weiter wegschaut und blockiert, macht sich mitschuldig am Elend dieser Menschen. Ich fordere daher den Bundesinnenminister auf, sofort seinen Widerstand gegen die Länderinitiativen zur Aufnahme von Geflüchteten aufzugeben. Die Lage in Moria war bereits vorher furchtbar, nun wird das Lager zur Todeszone. Es ist unsere humanitäre Verpflichtung, hier endlich helfend einzugreifen.“

 

Die Bundesländer Berlin, Thüringen und Nordrhein-Westfalen hatten sich in der Vergangenheit bereit erklärt, weitere Geflüchtete aus Moria aufzunehmen. Das Bundesinnenministerium hatte aber die Aufnahme untersagt. Berlin und Thüringen erwägen daher eine Klage gegen das BMI, Nordrhein-Westfalen fordert eine Bund-Länder-Konferenz.

 

„Was Bundesinnenminister Horst Seehofer hier macht, ist beschämend,“ stellt Mattheis fest. „Ein reiches Land wie Deutschland sieht sich nicht in der Lage, den Ärmsten zu helfen. Genauso irritierend ist aber auch der Widerstand jener Bundesländer, die die Bundesratsinitiative Berlins zur Änderung des Aufenthaltsgesetzes blockieren. Damit könnten die Bundesländer, unabhängig von den Launen des Bundesinnenministers Geflüchtete aufnehmen.“

 

#Leftlesson 6: Internationale Solidarität, Gleichberechtigung und Inklusion

21. August 2020

Solidarität Inklusion und Gleichberechtigung

Die erste Staffel #Leftlesson zum Thema Demokratischer Sozialismus, findet mit einer Diskussion der letzten 5 Referent*innen einen spannenden Abschluss. Gesine Schwan, Rudolf Hickel, Felix Welti, Gustav Horn und Dierk Hirschel sprechen zusammen mit der DL21-Vorsitzenden Hilde Mattheis über den Stellenwert der Internationalen Solidarität und Inklusion und Gleichberechtigung.

Vorbereitung

LeftLessons6_Vorbereitung_Solidarität+Inklusion+Gleichberechtigung

Der Livestream

 

Nachbereitung

LeftLesson 6 – Nachbereitung Solidarität+Inklusion+Gleichberechtigkeit

P R E S S E M I T T E I L U N G: CumEx und kein Ende

4. August 2020

Berlin, 04.08.2020 – Die Staatsanwaltschaft Köln durchsucht die Räumlichkeiten des Bankenverbandes. Der Verdacht auf gezielte Einflussnahme auf die Gesetzgebung zugunsten krimineller Machenschaften in Bezug auf CumEx steht im Raum. Die DL21-Bundesvorsitzende Hilde Mattheis spricht von mafiaähnlichen Zuständen im Finanzkapitalismus.

 

Einzelnen Banken und Finanzberater*innen reicht aggressiver Finanzlobbyismus scheinbar nicht mehr aus. Damit die kriminellen CumEx-Deals nicht durch ein Gesetz klar und endgültig unterbunden werden, wurde gezielt Einfluss auf die Gesetzgebung aus dem Finanzministerium genommen, so der Verdacht, dem die Staatsanwaltschaft Köln zurzeit nachgeht.

Die DL21-Bundesvorsitzende Hilde Mattheis wurde deutlich: „Dieser Finanzkapitalismus ist völlig außer Kontrolle geraten. Das sind mafiaähnliche Zustände, von denen wir hier sprechen. Wirecard, Augustus Intelligence, BigFour, CumEx, diese Menschen haben keinen Respekt vor unserer Demokratie. Für die Erhöhung ihrer eigenen Profitrate sind sie bereit alles zu tun. Sie schrecken selbst vor Kriminalität nicht zurück“.

Kapital darf keine exklusive Eintrittskarte zu den Schaltstellen der Macht sein. Um gegen oligarchische Tendenzen wirksam vorzugehen, bedarf es einer revolutionären Reform unseres Steuer- und auch Wirtschaftssystems sowie der Verstärkung transparenter, demokratischer Kontrollinstanzen.

P R E S S E M I T T E I L U N G: Wirtschaftsprüfung – die unheimliche Macht

29. Juli 2020

Berlin, 29.07.2020 – Anlässlich der Anhörung im Finanzausschuss zum Wirecard-Skandal muss die Rolle der Big Four Beratungsfirmen kritisch unter die Lupe genommen werden. Die enorme Machtkonzentration gepaart mit der problematischen Verbindung zwischen Beratung, Wirtschaftsprüfung und Marktdominanz muss thematisiert werden. Konsequenzen müssen folgen.

 

Unsere Bundesvorsitzende Hilde Mattheis fordert die Zerschlagung des Oligopols der Big Four. „Beratertätigkeit in Verbindung mit Wirtschaftsprüfung ist eine empfindliche Mischung. Das diese keiner unabhängigen Kontrolle unterliegt, bedeutet nichts anderes als eine offene Tür für Wirtschaftskriminalität, die zusätzlich durch die massive Marktdominanz der Big Four begünstigt wird“.

 

Der Wirecard-Skandal zeigt deutlich wie sehr die Wirtschaftsprüfungsunternehmen, besonders die marktbeherrschenden Big Four, durch Verantwortungslosigkeit und Fahrlässigkeit Wirtschaftskriminalität möglich macht. Wirecard ist dabei kein Einzelfall, sondern Symptom des Geschäftsmodells, das in vielerlei Hinsicht problematisch und reformbedürftig ist.

 

Das Ergebnis von jahrzehntelanger Deregulierung und wirtschaftsliberaler Politik spiegelt sich u.a. in der Vorgehensweise der Big Four wider. Wirtschaftliche Akteure des Großkapitals bewegen sich zuweilen in scheinbar rechtsfreien und intransparenten Räumen. Eine Politik, die den Anspruch hat, für die Interessen der Mehrheit zu handeln, darf solche Zustände keineswegs dulden.

 

P R E S S E M I T T E I L U N G: Studie bestätigt: Vermögensungleich-heit in Deutschland unerträglich hoch

16. Juli 2020

16.07.2020, Berlin – Eine gestern veröffentliche Studie hat bestätigt, dass die Vermögensungleichheit in Deutschland noch größer ist als befürchtet. Die DL21-Vorsitzende und Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis zeigt sich angesichts der Ergebnisse entrüstet und beklagt ein Versagen der deutschen Politik in puncto Umverteilung. Gleichzeitig verleiht Mattheis ihren langjährigen Forderungen Nachdruck, endlich Vermögen über ein progressives Steuersystem in Deutschland umzuverteilen.

 

Gestern veröffentlichte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in seinem Wochenbericht die Studie „MillionärInnen unter dem Mikroskop: Datenlücke bei sehr hohen Vermögen geschlossen – Konzentration höher als bisher ausgewiesen“. Darin wurde festgestellt, dass das Maß der Ungleichheit in der Vermögensverteilung aufgrund neuer statistischer Erhebungen noch größer ist als bislang befürchtet. Dazu erklärt die DL21-Vorsitzende Hilde Mattheis: „Die Ergebnisse dieser Studie sind ein Armutszeugnis für die gesamte Politik in diesem Land. Der Kampf gegen sozioökonomische Ungleichheit muss für die politische Linke endlich wieder höchste Priorität haben. Dazu bedarf es eines progressiven Steuersystems, das Reichtum tatsächlich umverteilt und damit in der Lage ist mehr soziale Gerechtigkeit zu schaffen.“

 

Mattheis kritisiert besonders, dass CDU und CSU in den letzten 15 Jahren absolut unwillig waren an der ungerechten Vermögensverteilung etwas zu ändern und damit die soziale Spaltung maßgeblich begünstigt haben. Leider ist es der SPD in den Jahren der Regierungsbeteiligung nicht gelungen, dringend benötigte Steuerreformen zugunsten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gegen die Koalitionspartner durchzusetzen. Als Bundestagsabgeordnete setzt sich Hilde Mattheis seit Jahren für die Wiedereinführung der Vermögenssteuer und eine Verschärfung der Erbschaftssteuer ein und erklärt: „Eine revolutionäre Steuerreform, die tatsächlich für mehr Gerechtigkeit, gesellschaftliche Solidarität und sozialen Zusammenhalt sorgt, ist nur in einem linken Bündnis möglich.“

#Leftlesson Nr. 5

14. Juli 2020

Bild zu Leftlesson 5 Wirtschaftsdemokratie

In unserer 5. LeftLesson wollen wir uns mit dem ver.di-Chefökonom Dierk Hirschel über Wirtschaftsdemokratie austauschen.

Was genau verbirgt sich hinter diesem Begriff? Wie erreichen wir es, dass Arbeitnehmer*innen mehr Rechte und mehr Mitbestimmung in ihren Betrieben erreichen? Warum setzen wir uns dafür ein? Wie können wir die Wirtschaft damit verändern?
Viele Fragen, die wir mit Dierk diskutieren wollen.  Die Online-Veranstaltung streamen wir am 15.07.2020 ab 18.00 Uhr  auf Youtube und verlinken es in unserer Facebookveranstaltung und der Facebook Seite der DL21, wo Dirk und Hilde eure Fragen sehen.

Vorbereitung

LeftLessons5_Vorbereitung_Wirtschaftsdemokratie

Präsentation Dirk Hirschel

Wirtschaftsdemokratie_2020

 

Zusammenfassung Wirtschaftsdemokratie

LeftLessons5_Zusammenfassung_Wirtschaftsdemokratie

 

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