PRESSEMITTEILUNG: Wer das menschliche Parlament will, muss das männliche überwinden

2. Februar 2021

Berlin, 02.02.2021: Hilde Mattheis, MdB, Bundesvorsitzende der DL21 – Die Linke in der SPD, bedauert die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts die Beschwerde zum Frauenanteil im Bundestag abzuweisen.

 

„Vor dem Hintergrund, dass der Frauenanteil bei der letzten Bundestagswahl von 36,5% auf unter 31% gesunken ist, ist die Entscheidung eine große Enttäuschung für alle, die sich dafür einsetzen, dass die Frauen einen gleichberechtigten Zugang zu politischer Macht erhalten“, erklärt Mattheis. Allerdings sei die Entscheidung noch kein Grund, jetzt den Kopf in den Sand zu stecken, da die Richter*innen ausdrücklich klargemacht hätten, dass es nicht darum gegangen zu prüfen, ob ein Paritätsgesetz mit dem Grundgesetz vereinbar sei. „Nun ist es an der Zeit, dass der Bundestag ein Paritätsgesetz verabschiedet“, fordert Mattheis. „Der Blick in unsere Nachbarländer, etwa nach Frankreich, zeigt, dass gesetzliche Maßnahmen hier helfen“, so Mattheis. So sei der Frauenanteil bei der letzten Wahl zur französischen Nationalversammlung trotz des Mehrheitswahlrechts auf über 38% gestiegen.

„Das Beispiel Frankreich zeigt, dass eine gesetzlich verordnete Parität, die Geschlechtergerechtigkeit in den Parlamenten vorantreibt“, erklärt Mattheis. „Von der Bundesregierung erwarte ich nun den Mut, den guten Beispielen anderer Länder zu folgen und ein Paritätsgesetz in Deutschland auf den Weg zu bringen“, sagt Mattheis und fügt an Anlehnung an das SPD-Grundsatzprogramm hinzu: „Wer das menschliche Parlament will, muss das männliche überwinden.“

‚+++P R E S S E M I T T E I L U N G+++ Bundesregierung muss Boykott des Atomwaffenverbotsvertrages beenden

22. Januar 2021

Berlin, 21.01.2021 – anlässlich des Inkrafttretens des Atomwaffenverbotsvertrages am 22.01.2021 fordert Hilde Mattheis, MdB, Bundesvorsitzende der DL21 – Die Linke in der SPD die Bundesregierung auf, den Vertrag endlich zu unterzeichnen.

 

„Die Bundesregierung muss ihren Boykott des Atomwaffenverbotsvertrages beenden und das Dokument endlich unterschreiben“, fordert Mattheis. Der Vertrag sei notwendig, um zu verhindern, dass es zu einem unkontrollierbaren und hoch gefährlichen Wettrüsten komme. „In dem Dokument wird der Einsatz und die Bedrohung anderer Staaten mit Atomwaffen sowie die nukleare Teilhabe erstmals verboten. Damit wird eine bislang bestehende rechtliche Lücke des Atomwaffensperrvertrages geschlossen und eine essentielle Ergänzung zu diesem geschaffen“, hält Mattheis fest.

„Die Bundesregierung muss sich nun endlich von der nuklearen Teilhabe emanzipieren und die Chance auf ein atomwaffenfreies Deutschland nutzen“, findet Mattheis. „Damit würde sie auch im Einklang eines Bundestagsbeschlusses von 2010 handeln, in dem gefordert wurde, alle US-Atomwaffen aus Deutschland abzuziehen.“

Vor allem gelte es nun, die geplante Aufrüstung zu stoppen. „Die Verteidigungsministerin muss von der Beschaffung neuer atomwaffenfähiger Kampfflugzeuge Abstand nehmen“, fordert Mattheis. Schätzungen zufolge würde dieses Vorhaben 7 bis 10. Mrd. Euro kosten. „Dieses Geld kann insbesondere in der aktuellen Corona-Krise viel sinnvoller verwendet werden als für Rüstungsprojekte, die in Verbindung zu Atomwaffen stehen – also Waffen, die potentiell das Überleben der gesamten Menschheit gefährden.“

#leftlessons Staffel 2, Nr.5: Was kann Europa für Abrüstung und Rüstungskontrolle tun?

22. Januar 2021

Götz Neuneck ist Senior Research Fellow am Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik (IFSH) und Professor an der Universität Hamburg. Er ist Experte für Rüstungskontrolle, Abrüstung, neue Technologien, Nuklearwaffen, Verifikation, Science Diplomacy, Raketenabwehr und Weltraumrüstung.

Vorbereitung

LeftLessons2_Nr5_Vorbereitung_Neuneck

Livestream von Hilde Mattheis mit Götz Neuneck

Folien der Präsentation von Götz Neuneck

Nachbereitung

LeftLessons2_Nr5_Zusammenfassung_Neuneck

 

Bericht frauenpolitische Veranstaltung der DL21 Niedersachsen-Bremen am 24.11.2020

16. Dezember 2020

Am 24.11.2020 hat die Regionalgruppe Niedersachsen-Bremen eine Veranstaltung mit dem Thema: „Der Beginn einer neuen. Frauenbewegung? Der Lockdown und die Situation der Frauen!“ durchgeführt.

Vor dem Hintergrund, dass während des ersten Lockdowns Schulen und Kitas von den ersten Lockerungsmaßnahmen ausgenommen wurden, ging es um die Frage, ob die Emanzipation der Frauen zurückgeworfen wurde. Zudem wurde darüber diskutiert, ob die Frauenbewegung durch den Protest einen neuen Schub bekommen hat und man es als Erfolg der Frauenbewegung sehen, dass man jetzt – während der zweiten Welle – alles darangesetzt wird, Schulen und Kitas offen zu halten. Aber auch das Verhältnis von Schule und kapitalistischer Vergesellschaftung wurde thematisiert.

Das Impulsreferat hier die Berliner Sozialwissenschaftlerin Andrea Trumann. Sie stellte dar, dass Frauen von den Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung besonders belastet sind. Einige Mütter stellten der Politik ihre unbezahlte Care Arbeit daher in Rechnung. Aber auch sozial benachteiligte Familien hätten unter dem Lockdown stark gelitten.

In der anschließenden Diskussion waren sich die Teilnehmer*innen darüber einig, dass dieses Thema gesellschaftlich dringend weiter diskutiert werden müsse. Sie forderten zudem, dass die Politik hier einen stärkeren Fokus setzen müsse.

 

P R E S S E M I T T E I L U N G: Impfstoff-Nationalismus ist fatal

3. Dezember 2020

Berlin, 03.12.2020 – In New York beginnt ein UN-Sondergipfel zur Corona-Pandemie. Dabei wird es auch darum gehen, wie der Impfstoff weltweit verteilt werden kann. Die Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis, Vorsitzende des Forums DL21 – Die Linke in der SPD fordert, dass reichere Staaten wie Deutschland Impfstoff ggf. auch an ärmere Länder abgeben müssen.

 

„Die Pandemie schlägt weltweit zu, sie ist erst vorbei, wenn alle Länder sie besiegt haben. Ein Impfstoff-Nationalismus, in der ein Land sagt: Ich zuerst und der Rest der Welt interessiert mich nicht ist fatal“, erklärte Mattheis. „Der Impfstoff muss zuerst weltweit den Risikogruppen und insbesondere dem medizinischen Personal zur Verfügung stehen, natürlich in Deutschland, aber eben auch in Brasilien oder Südafrika und anderen Ländern.“

 

Mattheis ergänzte: „Patente für Corona müssen ausgesetzt werden, so dass sich nicht einige wenige bereichern, sondern die Impfstoffproduktion auch in ärmeren Ländern ermöglicht wird. Ein entsprechender Vorschlag von Indien und Südafrika ging bei der Welthandelsorganisation ein. Ich erwarte von der Bundesregierung, dass sie das aufgreift. In dieser globalen Krise sollte Solidarität, nicht Profitstreben im Vordergrund stehen.“

 

 

 

 

 

P R E S S E M I T T E I L U N G: Neoliberale Kürzungen lösen keine Krise

1. Dezember 2020

Berlin, 01.12.2020: Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) folgt der bereits hinreichend gescheiterten Wahnvorstellung des „schlanken Staates”. Nach Ansicht des IW sind die Coronahilfen für Unternehmen und Arbeitnehmer*innen sowie Solo-Selbstständige zu umfangreich. Damit bleiben die Vertreter*innen des IW in einer brandgefährlichen neoliberalen Logik verhaftet, die den sozialen Frieden massiv gefährdet und die gesellschaftliche Spaltung rasant beschleunigen könnte.

 

Das von privaten Unternehmen getragene und wirtschaftsliberale Institut der deutschen Wirtschaft beschwerte sich kürzlich über die angeblich zu großzügig bemessene Unterstützung und will, dass die Unternehmen lediglich für Fixkosten wie Miete entschädigt werden, alle weiteren Ausgaben aber selbst getragen werden müssen. Die Bundesvorsitzende des Forums Demokratische Linke DL21 – Die Linke in der SPD Hilde Mattheis erklärt dazu: „Als Sozialdemokrat*innen gilt für uns, dass niemand zurückgelassen werden darf. Unternehmen und vor allem deren Arbeitnehmer*innen dürfen keinesfalls vor dem Ruin stehen. Mit den Rezepten des IW würde eine nie dagewesene Pleitewelle über das Land rollen, die größtenteils nur von Großkonzernen überlebt wird, was wiederum zu einer noch krasseren Kapital- und Marktmachtkonzentration führen würde als wir sie ohnehin schon erleben.”

 

Die Ökonom*innen des Instituts diskreditieren gleich in mehrerlei Hinsicht die Maßnahmen, um eine neoliberale Agenda mit Kürzungen und Einsparungen wieder salonfähig zu machen. In seiner Argumentation verleugnet das IW vollständig die wirtschaftliche und soziale Realität des unvorhersehbaren Krisenjahres in der Pandemie. Deshalb betont Hilde Mattheis: „In den letzten Monaten wurde durch die Coronahilfen unzählige Male gute Arbeit gesichert. Und das nützt uns allen! Statt von dieser Linie abzuweichen, müssen wir bis zum Ende der Krise um jeden Arbeitsplatz kämpfen.”

 

Als Linke in der SPD setzen wir uns mit aller Kraft für ein Ende von neoliberalen Experimenten und für eine solidarische, demokratisierte Wirtschaft ein. Ein System, in welchem nur wenige und immer dieselben massiv profitieren, ist zum Scheitern verurteilt. Nur ein hohes Maß an sozioökonomischer Gleichheit kann den sozialen Frieden in der Gesellschaft langfristig sichern. Dies muss das Ziel von sozialdemokratischem Handeln sein und selbiges fordern wir auch vom SPD-Wahlprogramm. Daher werden wir uns aktiv an der Programmdebatte beteiligen.

Material bewaffnete Drohnen

30. November 2020

Hier findet ihr eine Übersicht über Anträge gegen die Anschaffung bewaffneter Drohnen für die Bundeswehr:

 

Militärische Drohnen einschränken – Bewaffnete Drohnen ächten!

  • Beschlossen auf dem Landesparteitag der SPD Berlin, am 28. November 2020

Ablehnung von Drohnen

  • Beschlossen auf dem Landesparteitag der SPD Baden-Württemberg am 14. November 2020

Militärische Drohnen einschränken – Bewaffnete Drohnen ächten!

  • Beschluss SPD-Distriktsversammlung Hamburg Barmbek-Mitte vom 20. Oktober 2020

Kampfdrohnen ächten und die Anschaffungspläne der CDU durch die Hintertür stoppen!

  • Beschluss der JHV der SPD Köln-Ehrenfeld vom 05.02.2019

 

Hier haben wir eine Übersicht von Resolutionen und offenen Briefen zum Thema Drohnen für euch erstellt:

DL21-Resolution zur Ablehnung von bewaffneten Drohnen

SozialdemokratInnen gegen Kampfdrohnen (offener Brief und Resolution)

Offener Brief von Dr. Jakob Foerster Assistant Professor, Universtity of Toronto

 

Hier stellen wir euch weiteres Material zum Thema Drohnen zur Verfügung

Anschaffung bewaffneter Kampfdrohnen

  • Präsentation Marius Pletsch beim Stammtisch der DL21-Baden-Württemberg am 9. Dezember 2020

„Statt von Kampfdrohnen sollte von Killerdrohnen gesprochen werden“

  • Interview mit Jakob und Peter Förster

 

 

 

Leftlesson Frieden Folge 3: Braucht Deutschland Kampfdrohnen?

5. November 2020

In der 3. Folge unserer #Leftlessons zum Thema Friedenspolitik geht es speziell um die Frage ob Deutschland bewaffnete Kampfdrohnen braucht.

Die DL21-Bundesvorsitzende Hilde Mattheis, MdB hat zu dieser #Leftlesson Jürgen Altmann von der Technischen Universität Dortmund, dem Vizepräsident des International Committee for Robot Arms Control eingeladen. Er ist ein echter Experte in Sachen Drohnen, ihres Einsatzzwecks und den Auswirkungen.
Das Forum DL21 spricht sich gegen den Einsatz von Kampfdrohnen aus und hat eine Unterschriftensammlung gestartet um den Einsatz durch den Bundestag verhindern zu lassen. Diese Resolution findest du hier: https://dl21.zusammenhandeln.org/resolution_ablehnung.

Wenn du die Argumente für und gegen Kampfdrohnen verstehen möchtest, dann sei live bei der #Leftlesson dabei und stelle deine Fragen zu diesem Thema an den Experten und die DL21 Bundesvorsitzende Hilde Mattheis.

Vorbereitung

Vorbereitung LeftLesson 3: Drohnen

Präsentation

Präsentation Altmann „Bewaffnete Drohnen und autonome Waffensysteme“

Nachbereitung

#leftlessons Staffel 2, Nr.3 – Nachbereitung
Kampfdrohnen und automatisierte Waffensysteme -Ächtung oder „Banalisierung des Krieges“? mit Jürgen Altmann

DL21-Programmbausteine und Muster-Anträge für die Bundestagswahl 2021

2. November 2020

Es ist Zeit für einen linken Aufbruch!

Seit dem Frühjahr haben wir als DL21 gemeinsam mit unseren Mitgliedern in mehreren thematisch gegliederten AGs unsere linken Forderungen für eine SPD-Wahlprogramm erarbeitet. Aus diesen Texten hat der Vorstand eine komprimierte Zusammenfassung erstellt, die auf unserer Mitgliederversammlung am 18. Oktober 2020 ergänzt und final verabschiedet wurde. Die Programmbausteine könnt ihr  hier DL21-Programmbausteine die Bundestagswahl 2021 herunterladen und in euren Parteigliederungen einbringen.

Hier findest du unsere Schwerpunkte für Änderungsanträge für den Bundesparteitag am 9. Mai 2021.

Muster-Anträge

Wir stellen dir unten außerdem unsere Muster-Anträge zur Verfügung:

Gemeinsam für den aktiven und handlungsfähigen Staat

Gemeinsam für den Frieden

Gemeinsam für gute Arbeit und einen starken Sozialstaat

Gemeinsam für Klima und Umweltschutz

Gemeinsam für Umverteilung

 

 

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