PRESSEMITTEILUNG. Waffenexport-Bericht: Ein Armutszeugnis für die Bundesregierung

15. März 2021

Berlin, 15.03.2021 – anlässlich des SIPRI-Berichtes zu Waffenexporten, wonach Deutschland nach wie vor auf Platz vier der waffenexportierenden Staaten gehört, äußert sich Hilde Mattheis, MdB, Bundesvorsitzende der DL21 – Die Linke in der SPD.

 

„Erneut hält Deutschland sich nicht an die selbst gesetzten Ziele einer restriktiven Rüstungsexportpolitik“, bemängelt Mattheis. „Es ist ein Armutszeugnis, dass die genehmigten Rüstungsexporte in der Zeit zwischen 2016 und 2020 im Vergleich zum Zeitraum zwischen 2011 bis 2025 um 21 Prozent gestiegen sind. Besonders problematisch ist, dass Deutschland nach wie vor zu viele Waffen in die Krisengebiete dieser Welt liefert. Das muss aufhören, denn wir machen uns mitverantwortlich für Kriege, Repressalien und Morde in Ländern, die von unserem Rechts- und Werteverständnis meilenweit entfernt sind“, erklärt Mattheis.

„Die Zahlen zeigen, dass sich in der Rüstungsexportpolitik einiges ändern muss. Dazu gehört etwa, dass der Bundestag bereits über Voranfragen für Rüstungsexporte informiert wird, um mehr Transparenz zu schaffen“, fordert Mattheis. „Grundsätzlich fordern wir als DL21, eine Liste der Länder zu erstellen, in die Deutschland keine Waffen liefert. Mittel- und langfristig muss es einen generellen Stopp von Waffenexporten geben. Denn aus dem Tod von Menschen darf kein Profit geschlagen werden“, erklärt Mattheis. „Aus diesem Grund setzen wir uns zudem für Rüstungskonversion ein.“

 

Das Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI) bringt jährlich einen Bericht zu den internationalen Rüstungsausgaben, das SIRPI Yearbook, heraus.

PRESSEMITTEILUNG: Unionsabgeordnete geben unsere Demokratie zum Verkauf preis

11. März 2021

Berlin, 11.03.2021 – Die CDU/CSU versinkt erneut in Korruptionsskandalen. Die Maskenaffäre ist nur der letzte Baustein nach Skandalen mehrere Unionsabgeordneter zu Augustus Intelligence und möglichen Einfluss aus Aserbaidschan. Die Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis, Bundesvorsitzende der DL21 – die Linke in der SPD fordert umfassendere Aufklärung von der Unionsspitze.

 

„Die SPD-Fraktion hat auf Initiative des Fraktionsvorsitzenden Rolf Mützenich 10 Punkte für mehr Transparenz und gegen Bestechlichkeit vorgelegt, das unterstütze ich.“, erklärte Mattheis. „Wenn die CDU/CSU-Fraktion ihre Glaubwürdigkeit nicht völlig einbüßen will, sollte sie sich sehr rasch zu diesen Vorschlägen erklären. Der Versuch mit Ehrerklärungen dem Fehlverhalten der eigenen Abgeordneten Herr zu werden, ist ja ein netter Versuch, aber auf der anderen Seite werden Abgeordnete wie Philipp Amthor, der im vergangenen Jahr mit zweifelhaften Lobby-Deals auf sich aufmerksam machte, mit dem Spitzenplatz auf der Landesliste Mecklenburg-Vorpommern belohnt. Das wirkt nicht so, als hätte man in der Union viel zu befürchten, solang nicht zu viel Wirbel beim Geldverdienen entsteht.“

 

„Wir als DL21 sagen: Unsere Demokratie ist unverkäuflich. Unter diesem Slogan haben wir im vergangenen Jahr gegen korrupten Lobbiysmus Kampagne gemacht. Die SPD hat viele unserer Vorschläge aufgegriffen: Parteispenden begrenzen, Lobbyregister einführen, mehr Transparenz und Aufklärung bei Nebentätigkeiten und Nebeneinkünften wie die Offenlegung von Aktienoptionen und Unternehmensbeteiligungen u.v.m. Das Alles muss jetzt vom Bundestag umgesetzt werden und zwar besser heute als morgen.“

 

PRESSEMITTEILUNG: SPD-Vorschlag zu Landesaufnahmeprogrammen für Geflüchtete ist ein Schritt in die richtige Richtung

3. März 2021

 

Berlin, 03.03.2021 – Die SPD-Bundestagsfraktion hat in ihrer gestrigen Sitzung einen Beschluss zur Änderung des Paragraphen 23 Aufenthaltsgesetzes beschlossen. Damit sollen den Bundesländern einfacher als bisher ermöglicht werden, Geflüchtete aufzunehmen, wenn sie das wollen. Die DL21-Bundesvorsitzende Hilde Mattheis hat lange für den Beschluss gekämpft und fordert nun eine schnelle Gesetzesänderung.

 

„Bundesinnenminister Seehofer blockiert seit Monaten die Aufnahme von Geflüchteten“, kritisierte Mattheis. „Das Land Berlin und andere Kommunen und Länder würden mehr Geflüchtete aufnehmen, um die menschenunwürdigen Zustände auf den griechischen Inseln zu beenden. Dem entgegen steht die unverantwortliche Blockadehaltung des Bundesinnenministers. Nach § 23 des Aufenthaltsgesetzes brauchen die Bundesländer für die Erteilung der Aufenthaltserlaubnis das Einvernehmen des Bundesinnenministeriums „Zur Wahrung der Bundeseinheitlichkeit“. Dieses „Einvernehmen“ verweigert Seehofer. Mit dem Vorschlag der SPD-Fraktion soll das Ministerium nun nur noch vier Wochen Zeit für einen begründeten Widerspruch haben, sonst gilt der Antrag des jeweiligen Bundeslandes auf Aufnahme als erteilt. Was rechtlich klingt, heißt konkret: Bundesländer und Kommunen, die Geflüchtete aufnehmen wollen, können dies auch tun!“

Mattheis ergänzte: „Die DL21 hätte sich hier noch mehr vorstellen können, aber der jetzige Beschluss ist ein Signal an die gesamte Union, sich hier endlich im Sinne der schutzbedürftigen Menschen zu bewegen. Deutschland hat zugesagt 1553 besonders schutzbedürftige Geflüchtete nach dem Brand in Moria im vergangenen Jahr aufzunehmen. Aus diesem ohnehin schon kleinen Hilfsprogramm sind immer noch nicht alle in Deutschland angekommen. Dabei würden viele Städte und Gemeinden in Deutschland deutlich mehr Geflüchtete freiwillig bei sich aufnehmen. Wir haben 234 Kommunen oder Landkreise in Deutschland, die sich als sog. Sicherer Hafen deklariert haben, d.h. die Geflüchteten Schutz bieten wollen. Die Aufnahmebereitschaft und die Kapazitäten sind da, allein der Bund steht im Weg. Angesichts des Elends auf Lesbos und in anderen Lagern ist mir das unbegreiflich. Tausende Geflüchtete harren immer noch ohne winterfeste Unterkunft aus, die Zelte in den Lagern stehen regelmäßig unter Wasser. Die ohnehin katastrophalen Lebensbedingungen werden durch die Gefahr des Corona-Virus noch einmal verschärft. Der Vorschlag der SPD-Fraktion muss nun schnellstmöglich in eine Gesetzesänderung gegossen werden.“

 

 

 

 

LeftLesson Nr. 6: Milliarden für Rüstung oder Zukunftsinvestitionen? mit Arno Gottschalk, MdBB

16. Februar 2021

In unserer Staffel 2 der #Leftlessons geht es um Friedenspolitik. Der Druck innerhalb der NATO 2% für Rüstungspolitik auszugeben geht auf Kosten zukünftiger Generation. Das Geld fehlt an anderer Stelle und in einer Zeit, in der unser Gesundheitssystem dringend verbessert werden muss und viele Schulen kaum digitalisiert sind, stellt sich natürlich die Frage: Wie wollen wir in unser Zukunft investieren? Deshalb freuen wir uns Arno Gottschalk zu unserer sechsten Folge einladen zu dürfen mit dem Thema: Milliarden für Rüstung oder Zukunftsinvestitionen?

Vorbereitung

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Bericht Jahresauftaktveranstaltung der DL21 Sprecher*innenkreise und des Vorstandes am 30. Januar 2021

4. Februar 2021

Auch in diesem Jahr trafen sich die Sprecher*innenkreise aus den DL21-Landes- und Regionalgruppen und des DL21-Vorstandes wieder zu einer Jahresauftaktveranstaltung. Sie fand am 30. Januar 2021 virtuell über Zoom statt. Zu Gast waren unsere beiden Parteivorsitzenden, Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans. Mit den mehr als 30 Teilnehmer*innen diskutierten sie über diverse Themen wie die SPD im Wahljahr, über Frieden und den sozialökologischen Wandel.

Viel Lob sprachen Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans den DL21-Programmbausteinen für die anstehende Bundestagswahl aus, die sie mit großem Interesse und Wohlwollen gelesen hätten. So würdigte Norbert Walter-Borjans etwa ausdrücklich die Analyse des Ist-Zustandes oder die Vorschläge für die Erhebung gerechterer Steuern.

Beide Parteivorsitzende bedauerten, dass die Aufnahme der auf dem Balkan und den griechischen Inseln gestrandeten Schutzsuchenden trotz der Zusage des Innenministers nicht schneller vorangehe. Sie stellten außerdem klar, dass für Verteilungsgerechtigkeit nicht nur die Steuern gerechter ausgestaltet werden müssten, sondern es genauso gute Löhne und gute Renten brauche, von denen die Menschen gut leben könnten. Für die SPD sei es zudem essentiell, verloren gegangenes Vertrauen wieder zurückzugewinnen. Dies gelänge am besten, wenn man die Menschen davon überzeugen könne, dass die SPD eine Politik im Interesse des Großteils der Bevölkerung mache. In diesem Zusammenhang müsse darauf hingewiesen werden, dass Steuererhöhungen für Reiche und Superreiche die breite Masse der Bevölkerung gar nicht beträfen, sondern vielmehr dem Gemeinwohl dienten.

Im internen Teil des Treffens berichtete die Bundesvorsitzende Hilde Mattheis über die vergangenen Aktivitäten auf Bundesebene sowie anstehende Vorhaben in diesem Jahr. Im letzten Jahr hat die DL21 etwa eine neue Veranstaltungsreihe konzipiert, um den Mitgliedern ein verbessertes Bildungsangebot machen zu können: In den LeftLessons, die über YouTube und Facebook gestreamt werden, werden ausgewählte Themen intensiv von verschiedenen Referent*innen erläutert. Die Mitglieder haben im Anschluss die Möglichkeit, den Referent*innen ihre Fragen zu stellen. Die erste Staffel hatte das Thema Demokratischer Sozialismus, die aktuell laufende zweite Staffel befasst sich mit dem Thema Frieden. Hilde Mattheis erwähnte auch die mit den Mitgliedern gemeinsam entwickelten Programmbausteine für die Bundestagswahl 2021. Über mehrere Monate hätten die Mitglieder und der Vorstand im Mitgliederbereich der Homepage und in zahlreichen Telefonschalten sowie einem Treffen in Berlin über die Forderungen der DL21 für ein linkes Wahlprogramm der SPD beraten. Im nächsten Schritt werde nun in der Partei breit für die Unterstützung der Programmbausteine geworben. Die positive Resonanz der beiden Parteivorsitzenden war vor diesem Hintergrund umso erfreulicher. Ein weiteres großes Projekt des vergangenen Jahres sei die DL21-Kampagne gegen korrupten Lobbyismus gewesen, die auch von Kevin Kühnert und Norbert Walter-Borjans unterstützt wurde. In jeweiligen Themenwochen widmete sich die DL21 unterschiedlichen Themen wie Rüstung, Finanzen oder Gesundheit. Dass die Social-Media-Beiträge, in denen wir über die Machenschaften der Lobbyisten aufklärten, eine überdurchschnittliche Reichweite hatten, zeigt, wie sehr wir mit diesem Thema die Bedürfnisse der Gesellschaft widerspiegeln konnten. Für dieses Jahr stehe neben der Begleitung des Bundestagswahlkampfes außerdem die Frühjahrstagung, die am 4./5. Juni in Kassel stattfinden wird, als ein wichtiges Ereignis an. Dabei solle es um die Frage gehen, wie realistisch eine linke Alternative sei. Es werde in diesem Zusammenhang nicht nur um die Lage in Deutschland, sondern auch in anderen Europäischen Ländern gehen. Außerdem werde das 20jährige Jubiläum der DL21, das im letzten Jahr wegen Corona nicht gefeiert werden konnte, nachgeholt werden.

Schließlich ging es dann um die Situation in den unterschiedlichen Landesverbänden der DL21. Hier zeigte sich, dass alle Sprecher*innen ausgesprochen motiviert sind, trotz der erschwerten Bedingungen in Zeiten der Pandemie die Arbeit in den Regionen fortzusetzen und zu intensivieren. In einigen Flächenländern, wie etwa Niedersachsen, hat der Umstieg auf digitale Veranstaltungsformate aufgrund von Corona sogar positive Nebeneffekte gehabt, da die Teilnahme etwa an Zoom-Veranstaltungen für viele Mitglieder wesentlich einfacher zu bewerkstelligen war als lange Fahrtwege in Kauf zu nehmen, um an einer Veranstaltung teilzunehmen. So hat die Beteiligung dort in den letzten Monaten sogar zugenommen. Aber auch in Stadtstaaten wie in Hamburg treffen sich die Mitglieder der Landesgruppe regelmäßig einmal im Monat.

PRESSEMITTEILUNG: Wer das menschliche Parlament will, muss das männliche überwinden

2. Februar 2021

Berlin, 02.02.2021: Hilde Mattheis, MdB, Bundesvorsitzende der DL21 – Die Linke in der SPD, bedauert die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts die Beschwerde zum Frauenanteil im Bundestag abzuweisen.

 

„Vor dem Hintergrund, dass der Frauenanteil bei der letzten Bundestagswahl von 36,5% auf unter 31% gesunken ist, ist die Entscheidung eine große Enttäuschung für alle, die sich dafür einsetzen, dass die Frauen einen gleichberechtigten Zugang zu politischer Macht erhalten“, erklärt Mattheis. Allerdings sei die Entscheidung noch kein Grund, jetzt den Kopf in den Sand zu stecken, da die Richter*innen ausdrücklich klargemacht hätten, dass es nicht darum gegangen zu prüfen, ob ein Paritätsgesetz mit dem Grundgesetz vereinbar sei. „Nun ist es an der Zeit, dass der Bundestag ein Paritätsgesetz verabschiedet“, fordert Mattheis. „Der Blick in unsere Nachbarländer, etwa nach Frankreich, zeigt, dass gesetzliche Maßnahmen hier helfen“, so Mattheis. So sei der Frauenanteil bei der letzten Wahl zur französischen Nationalversammlung trotz des Mehrheitswahlrechts auf über 38% gestiegen.

„Das Beispiel Frankreich zeigt, dass eine gesetzlich verordnete Parität, die Geschlechtergerechtigkeit in den Parlamenten vorantreibt“, erklärt Mattheis. „Von der Bundesregierung erwarte ich nun den Mut, den guten Beispielen anderer Länder zu folgen und ein Paritätsgesetz in Deutschland auf den Weg zu bringen“, sagt Mattheis und fügt an Anlehnung an das SPD-Grundsatzprogramm hinzu: „Wer das menschliche Parlament will, muss das männliche überwinden.“

‚+++P R E S S E M I T T E I L U N G+++ Bundesregierung muss Boykott des Atomwaffenverbotsvertrages beenden

22. Januar 2021

Berlin, 21.01.2021 – anlässlich des Inkrafttretens des Atomwaffenverbotsvertrages am 22.01.2021 fordert Hilde Mattheis, MdB, Bundesvorsitzende der DL21 – Die Linke in der SPD die Bundesregierung auf, den Vertrag endlich zu unterzeichnen.

 

„Die Bundesregierung muss ihren Boykott des Atomwaffenverbotsvertrages beenden und das Dokument endlich unterschreiben“, fordert Mattheis. Der Vertrag sei notwendig, um zu verhindern, dass es zu einem unkontrollierbaren und hoch gefährlichen Wettrüsten komme. „In dem Dokument wird der Einsatz und die Bedrohung anderer Staaten mit Atomwaffen sowie die nukleare Teilhabe erstmals verboten. Damit wird eine bislang bestehende rechtliche Lücke des Atomwaffensperrvertrages geschlossen und eine essentielle Ergänzung zu diesem geschaffen“, hält Mattheis fest.

„Die Bundesregierung muss sich nun endlich von der nuklearen Teilhabe emanzipieren und die Chance auf ein atomwaffenfreies Deutschland nutzen“, findet Mattheis. „Damit würde sie auch im Einklang eines Bundestagsbeschlusses von 2010 handeln, in dem gefordert wurde, alle US-Atomwaffen aus Deutschland abzuziehen.“

Vor allem gelte es nun, die geplante Aufrüstung zu stoppen. „Die Verteidigungsministerin muss von der Beschaffung neuer atomwaffenfähiger Kampfflugzeuge Abstand nehmen“, fordert Mattheis. Schätzungen zufolge würde dieses Vorhaben 7 bis 10. Mrd. Euro kosten. „Dieses Geld kann insbesondere in der aktuellen Corona-Krise viel sinnvoller verwendet werden als für Rüstungsprojekte, die in Verbindung zu Atomwaffen stehen – also Waffen, die potentiell das Überleben der gesamten Menschheit gefährden.“

#leftlessons Staffel 2, Nr.5: Was kann Europa für Abrüstung und Rüstungskontrolle tun?

22. Januar 2021

Götz Neuneck ist Senior Research Fellow am Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik (IFSH) und Professor an der Universität Hamburg. Er ist Experte für Rüstungskontrolle, Abrüstung, neue Technologien, Nuklearwaffen, Verifikation, Science Diplomacy, Raketenabwehr und Weltraumrüstung.

Vorbereitung

LeftLessons2_Nr5_Vorbereitung_Neuneck

Livestream von Hilde Mattheis mit Götz Neuneck

Folien der Präsentation von Götz Neuneck

Nachbereitung

LeftLessons2_Nr5_Zusammenfassung_Neuneck

 

Bericht frauenpolitische Veranstaltung der DL21 Niedersachsen-Bremen am 24.11.2020

16. Dezember 2020

Am 24.11.2020 hat die Regionalgruppe Niedersachsen-Bremen eine Veranstaltung mit dem Thema: „Der Beginn einer neuen. Frauenbewegung? Der Lockdown und die Situation der Frauen!“ durchgeführt.

Vor dem Hintergrund, dass während des ersten Lockdowns Schulen und Kitas von den ersten Lockerungsmaßnahmen ausgenommen wurden, ging es um die Frage, ob die Emanzipation der Frauen zurückgeworfen wurde. Zudem wurde darüber diskutiert, ob die Frauenbewegung durch den Protest einen neuen Schub bekommen hat und man es als Erfolg der Frauenbewegung sehen, dass man jetzt – während der zweiten Welle – alles darangesetzt wird, Schulen und Kitas offen zu halten. Aber auch das Verhältnis von Schule und kapitalistischer Vergesellschaftung wurde thematisiert.

Das Impulsreferat hier die Berliner Sozialwissenschaftlerin Andrea Trumann. Sie stellte dar, dass Frauen von den Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung besonders belastet sind. Einige Mütter stellten der Politik ihre unbezahlte Care Arbeit daher in Rechnung. Aber auch sozial benachteiligte Familien hätten unter dem Lockdown stark gelitten.

In der anschließenden Diskussion waren sich die Teilnehmer*innen darüber einig, dass dieses Thema gesellschaftlich dringend weiter diskutiert werden müsse. Sie forderten zudem, dass die Politik hier einen stärkeren Fokus setzen müsse.

 

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