Perspektiven für eine emanzipative Politik und Schlussfolgerungen für das neue Grundsatzprogramm der SPD
In den Prozess für ein neues Grundsatzprogramm der SPD wollen auch wir als DL unsere Positionen einbringen. Ausgangspunkt muss dabei eine genaue Betrachtung unserer Gegenwart sein. Wo stehen wir? Wohin entwickelt sich die Gesellschaft? Wie kann eine fortschrittliche und emanzipative Perspektive auf die Gegenwart aussehen? Der Philosoph Stephan Siemens hat dafür Thesen entwickelt, die vorgestellt und diskutiert werden sollen. Den Ausgangspunkt bildet die gegenwärtige Weiterentwicklung der Produktivkräfte der gesellschaftlichen Arbeit. Aus dieser Sichtweise werden die wesentlichen gesellschaftlichen Veränderungen eingeordnet: Entwicklungen wie Prekarisierung, Digitalisierung oder ökologische Probleme können so besser verstanden werden. Dafür reicht es nicht, „Trends“ festzustellen, an die die Menschen sich anzupassen haben. Im Gegenteil wird die Gegenwart als von Menschen gemacht begriffen. Der Workshop möchte einen Beitrag dazu leisten, eine emanzipative Politik zu ermöglichen, die die gesellschaftlichen Probleme löst, ohne auf soziale Sicherheit und individuelle Freiheit zu verzichten.
Unser Referent:
Stephan Siemens ist Philosoph und beschäftigt sich seit Anfang der 90er Jahre mit den Auswirkungen der Entwicklung der gesellschaftlichen Arbeit in den Unternehmen. Er hat an der Erarbeitung der Theorie der indirekten Steuerung mitgewirkt und sie weiterentwickelt. 2025 ist dazu auch eine Arbeitshilfe für IG Metall-Mitglieder erschienen, die von ihm verfasst wurde.
Anmeldung:
Aufgrund der begrenzten Teilnehmer:innenzahl bitten wir vorab um eine Anmeldung über unser Anmeldeformular bis zum 19. Februar 2026.