Musterantrag – Sozialdemokratische Außenpolitik ist, ohne Wenn und Aber, immer Friedenspolitik!

24. März 2022

Der Ortsverein/Kreisverband möge beschließen und an Landesvorstand und Bundestagsfraktion weiterleiten:

  1. Der Ortsverein/Kreisverband solidarisiert sich mit den Menschen in der Ukraine, die dem am 24. Februar 2022 begonnen russischen Angriffskrieg mit Einsatz ihres Lebens Widerstand leisten und verurteilt die Aggression seitens der russischen Staatsspitze.
  2. Der Ortsverein/Kreisverband solidarisiert sich mit den Menschen, die gegenwärtig in Russland trotz drastischer Repressionen gegen den menschenverachtenden Krieg Wladimir Putins und für einen sofortigen Frieden demonstrieren.
  3. Der Ortsverein/Kreisverband unterstützt die angekündigten bzw. laufenden humanitären Hilfeleistungen für die Ukraine seitens der Bundesregierung.
  4. Der Ortsverein/Kreisverband fordert die Bundestagsfraktion auf, alle Möglichkeiten zu nutzen, die zu einem Ende des Krieges und einer gemeinsamen Perspektive für einen dauerhaften Frieden in führt.

Vor dem Hintergrund der Erosion der internationalen Friedens- und Sicherheitsordnung stellt der Ortsverein/Kreisverband fest:

  1. Der Ortsverein/Kreisverband unterstreicht die grundsätzlichen Werte der SPD als Friedenspartei in Deutschland, die für internationale Solidarität und Frieden einsteht.
  2. Der Ortsverein/Kreisverband begrüßt die Bemühungen der SPD-geführten Bundesregierung auch nach dem Angriff auf die Ukraine weiter für Verhandlungen und Beilegung des Konflikts einzustehen.
  3. Auch in einer so dramatischen Situation darf es keine vollständige Umkehr der friedenspolitischen Grundeinstellung der Partei geben. Die angekündigte Aufrüstung der Bundeswehr durch ein Sondervermögen in Höhe von 100 Milliarden Euro hilft keinem Menschen in der Ukraine, sondern trägt zu einem weltweiten Wettrüsten bei. Das steht nicht im Einklang mit einer sozialdemokratischen Friedenspolitik.
  4. Der Ortsverein/Kreisverband spricht sich für höhere Investitionen in die soziale Infrastruktur, in Bildungseinrichtungen, das Gesundheitssystem und die Bekämpfung des Klimawandels durch die Bundesregierung aus.

Begründung

Seit dem 24. Februar 2022 führt die russische Staatsspitze unter Wladimir Putin einen völkerrechtswidrigen und menschenverachtenden Angriffskrieg gegen die Ukraine. Dieser gravierende Bruch mit der internationalen Friedensordnung ist durch nichts zu rechtfertigen.

Die internationale Staatengemeinschaft und die deutsche Bundesregierung haben geschlossen auf diesen Kriegsakt reagiert. Die angekündigten Sanktionen gegen Russland werden harte Konsequenzen für die Menschen in Russland, aber auch in Europa nach sich ziehen. Trotz aller Vorbereitungen sind besonders ärmere Menschen von den Sanktionen und ihren direkten wie indirekten Auswirkungen überproportional betroffen. Wir sprechen uns ohne Vorbehalte dafür aus, jegliche humanitäre Hilfe zu leisten für die Menschen, die aufgrund des Krieges fliehen müssen.

Wir brauchen aber neben der sofortigen Hilfe für die Menschen, die aufgrund des Krieges in der Ukraine leiden auch eine breite Debatte in der Gesellschaft und in der Partei führen, wie wir in Europa zu einer dauerhaften Friedensordnung zurückkehren. In dieser Debatte muss sich die SPD ihrer historisch gewachsenen Werte als Friedenspartei in Deutschland treu bleiben. Sozialdemokratische Außenpolitik ist immer Friedenspolitik, ohne Wenn und Aber. So heißt es in der Präambel unseres Organisationsstatuts: „Die SPD ist eine demokratische Volkspartei. Sie vereinigt Menschen verschiedener Glaubens- und Denkrichtungen, die sich zu Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität, zur gesellschaftlichen Gleichheit von Mann und Frau und zur Bewahrung der natürlichen Umwelt bekennen.“ (Präambel des Organisationsstatuts der SPD)

Auch in unserem Hamburger Grundsatzprogramm haben wir uns als Partei klar für den Frieden als oberstes Ziel der deutschen Außenpolitik ausgesprochen: „Die internationale Politik der deutschen Sozialdemokratie dient dem Ziel, Konflikte zu verhindern und Frieden zu schaffen. Unsere Prinzipien dafür sind Verständigung, internationale Solidarität und gemeinsame Sicherheit durch Kooperation. Wir setzen auf die Überzeugung, dass Macht dem Recht untergeordnet werden muss.“ (Hamburger Grundsatzprogramm, S. 19)

Wir haben in der Bundestagswahl 2021 auch deshalb Wählerinnen und Wähler überzeugt, weil wir klar benannt haben, dass die SPD alles für den Frieden in Europa und der Welt unternehmen wird: „Als die Friedenspartei in Deutschland setzen wir auf Diplomatie und Dialog, auf zivile Krisenprävention und Friedensförderung, auf Abrüstung und Rüstungskontrolle sowie internationale Zusammenarbeit.“ (Zukunftsprogramm der SPD, S. 61)

Eine sozialdemokratische Außenpolitik ist nicht naiv, nur weil sie den Frieden und dessen Wahrung als oberstes Ziel festsetzt. Auf den Angriff auf die Ukraine mit einer derart massiven Aufrüstung zu antworten ist nicht der richtige Weg für die Sozialdemokratie. Aufrüstung führt weder zu mehr Frieden noch zu mehr Gerechtigkeit und verbaut Lösungswege zu einer verteilungsrechteren, nachhaltigen Antwort auf die globalen Herausforderungen der Menschheit, Klimawandel, Zerstörung von Natur und Umwelt.

Eine massive Aufrüstung der Bundeswehr würde bei gleichbleibendem fiskalischen Rahmen und dem Beharren auf der Schuldenbremse noch mehr dazu führen, dass für wichtige Projekte der Sozial-, Arbeits-, Bildungs- und Klimapolitik weniger finanzielle Mittel zur Verfügung stehen. Als SPD können wir es nicht akzeptieren, dass unter anderem die Einführung des Bürgergeldes, die ökologische Transformation der deutschen Wirtschaft und eine ambitionierte Klimapolitik, dass die Kindergrundsicherung, die Reform des BAFöG und die zusätzlichen Investitionsmittel in Bildung des Bundes zurückgestellt werden oder drastisch gekürzt werden, weil wir massiv in neues Kriegsgerät investieren.

Die SPD ist die Friedenspartei in Deutschland. Dies ist Teil der sozialdemokratischen Identität. Wir sind als Friedenspartei nicht naiv oder unzuverlässig für unsere internationalen Partner und ebenso versperren wir uns nicht vor einer kritischen Reflexion der Außenpolitik Deutschlands. Unser Ziel muss aber jetzt erst recht sein, für vertrauensbildende Maßnahmen in Europa, Verständigung aller und Zusammenarbeit der Staaten und Regierungen, damit Kriege materiell unmöglich werden.

 

Musterantrag – Sozialdemokratische Außenpolitik ist, ohne Wenn und Aber, immer Friedenspolitik!

24. März 2022

Der Ortsverein/Kreisverband möge beschließen und an Landesvorstand und Bundestagsfraktion weiterleiten:

  1. Der Ortsverein/Kreisverband solidarisiert sich mit den Menschen in der Ukraine, die dem am 24. Februar 2022 begonnen russischen Angriffskrieg mit Einsatz ihres Lebens Widerstand leisten und verurteilt die Aggression seitens der russischen Staatsspitze.
  2. Der Ortsverein/Kreisverband solidarisiert sich mit den Menschen, die gegenwärtig in Russland trotz drastischer Repressionen gegen den menschenverachtenden Krieg Wladimir Putins und für einen sofortigen Frieden demonstrieren.
  3. Der Ortsverein/Kreisverband unterstützt die angekündigten bzw. laufenden humanitären Hilfeleistungen für die Ukraine seitens der Bundesregierung.
  4. Der Ortsverein/Kreisverband fordert die Bundestagsfraktion auf, alle Möglichkeiten zu nutzen, die zu einem Ende des Krieges und einer gemeinsamen Perspektive für einen dauerhaften Frieden in führt.

Vor dem Hintergrund der Erosion der internationalen Friedens- und Sicherheitsordnung stellt der Ortsverein/Kreisverband fest:

  1. Der Ortsverein/Kreisverband unterstreicht die grundsätzlichen Werte der SPD als Friedenspartei in Deutschland, die für internationale Solidarität und Frieden einsteht.
  2. Der Ortsverein/Kreisverband begrüßt die Bemühungen der SPD-geführten Bundesregierung auch nach dem Angriff auf die Ukraine weiter für Verhandlungen und Beilegung des Konflikts einzustehen.
  3. Auch in einer so dramatischen Situation darf es keine vollständige Umkehr der friedenspolitischen Grundeinstellung der Partei geben. Die angekündigte Aufrüstung der Bundeswehr durch ein Sondervermögen in Höhe von 100 Milliarden Euro hilft keinem Menschen in der Ukraine, sondern trägt zu einem weltweiten Wettrüsten bei. Das steht nicht im Einklang mit einer sozialdemokratischen Friedenspolitik.
  4. Der Ortsverein/Kreisverband spricht sich für höhere Investitionen in die soziale Infrastruktur, in Bildungseinrichtungen, das Gesundheitssystem und die Bekämpfung des Klimawandels durch die Bundesregierung aus.

Begründung

Seit dem 24. Februar 2022 führt die russische Staatsspitze unter Wladimir Putin einen völkerrechtswidrigen und menschenverachtenden Angriffskrieg gegen die Ukraine. Dieser gravierende Bruch mit der internationalen Friedensordnung ist durch nichts zu rechtfertigen.

Die internationale Staatengemeinschaft und die deutsche Bundesregierung haben geschlossen auf diesen Kriegsakt reagiert. Die angekündigten Sanktionen gegen Russland werden harte Konsequenzen für die Menschen in Russland, aber auch in Europa nach sich ziehen. Trotz aller Vorbereitungen sind besonders ärmere Menschen von den Sanktionen und ihren direkten wie indirekten Auswirkungen überproportional betroffen. Wir sprechen uns ohne Vorbehalte dafür aus, jegliche humanitäre Hilfe zu leisten für die Menschen, die aufgrund des Krieges fliehen müssen.

Wir brauchen aber neben der sofortigen Hilfe für die Menschen, die aufgrund des Krieges in der Ukraine leiden auch eine breite Debatte in der Gesellschaft und in der Partei führen, wie wir in Europa zu einer dauerhaften Friedensordnung zurückkehren. In dieser Debatte muss sich die SPD ihrer historisch gewachsenen Werte als Friedenspartei in Deutschland treu bleiben. Sozialdemokratische Außenpolitik ist immer Friedenspolitik, ohne Wenn und Aber. So heißt es in der Präambel unseres Organisationsstatuts: „Die SPD ist eine demokratische Volkspartei. Sie vereinigt Menschen verschiedener Glaubens- und Denkrichtungen, die sich zu Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität, zur gesellschaftlichen Gleichheit von Mann und Frau und zur Bewahrung der natürlichen Umwelt bekennen.“ (Präambel des Organisationsstatuts der SPD)

Auch in unserem Hamburger Grundsatzprogramm haben wir uns als Partei klar für den Frieden als oberstes Ziel der deutschen Außenpolitik ausgesprochen: „Die internationale Politik der deutschen Sozialdemokratie dient dem Ziel, Konflikte zu verhindern und Frieden zu schaffen. Unsere Prinzipien dafür sind Verständigung, internationale Solidarität und gemeinsame Sicherheit durch Kooperation. Wir setzen auf die Überzeugung, dass Macht dem Recht untergeordnet werden muss.“ (Hamburger Grundsatzprogramm, S. 19)

Wir haben in der Bundestagswahl 2021 auch deshalb Wählerinnen und Wähler überzeugt, weil wir klar benannt haben, dass die SPD alles für den Frieden in Europa und der Welt unternehmen wird: „Als die Friedenspartei in Deutschland setzen wir auf Diplomatie und Dialog, auf zivile Krisenprävention und Friedensförderung, auf Abrüstung und Rüstungskontrolle sowie internationale Zusammenarbeit.“ (Zukunftsprogramm der SPD, S. 61)

Eine sozialdemokratische Außenpolitik ist nicht naiv, nur weil sie den Frieden und dessen Wahrung als oberstes Ziel festsetzt. Auf den Angriff auf die Ukraine mit einer derart massiven Aufrüstung zu antworten ist nicht der richtige Weg für die Sozialdemokratie. Aufrüstung führt weder zu mehr Frieden noch zu mehr Gerechtigkeit und verbaut Lösungswege zu einer verteilungsrechteren, nachhaltigen Antwort auf die globalen Herausforderungen der Menschheit, Klimawandel, Zerstörung von Natur und Umwelt.

Eine massive Aufrüstung der Bundeswehr würde bei gleichbleibendem fiskalischen Rahmen und dem Beharren auf der Schuldenbremse noch mehr dazu führen, dass für wichtige Projekte der Sozial-, Arbeits-, Bildungs- und Klimapolitik weniger finanzielle Mittel zur Verfügung stehen. Als SPD können wir es nicht akzeptieren, dass unter anderem die Einführung des Bürgergeldes, die ökologische Transformation der deutschen Wirtschaft und eine ambitionierte Klimapolitik, dass die Kindergrundsicherung, die Reform des BAFöG und die zusätzlichen Investitionsmittel in Bildung des Bundes zurückgestellt werden oder drastisch gekürzt werden, weil wir massiv in neues Kriegsgerät investieren.

Die SPD ist die Friedenspartei in Deutschland. Dies ist Teil der sozialdemokratischen Identität. Wir sind als Friedenspartei nicht naiv oder unzuverlässig für unsere internationalen Partner und ebenso versperren wir uns nicht vor einer kritischen Reflexion der Außenpolitik Deutschlands. Unser Ziel muss aber jetzt erst recht sein, für vertrauensbildende Maßnahmen in Europa, Verständigung aller und Zusammenarbeit der Staaten und Regierungen, damit Kriege materiell unmöglich werden.

 

Breites Bündnis kritisiert Sondervermögen für Aufrüstung der Bundeswehr

2. März 2022

Gemeinsame Erklärung von Forum DL21, Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken, Institut Solidarische Moderne, Jusos Rheinland-Pfalz, Attac Deutschland, NaturFreunde Deutschlands, Naturfreundejugend Deutschlands, Hashomer Hatzair Deutschland e.V., European Alternatives Berlin, Klaus Barthel, Bundesvorsitzender Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerfragen (AfA),  Friedhelm Hilgers, Mitglied im Bundesvorstand AG60plus.

 

Das Forum Demokratische Linke 21 e.V., Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken, Institut Solidarische Moderne, Jusos Rheinland-Pfalz, Attac Deutschland, NaturFreunde Deutschlands, Naturfreundejugend Deutschlands, Hashomer Hatzair Deutschland e.V., European Alternatives Berlin, Klaus Barthel, Bundesvorsitzender Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerfragen (AfA),  Friedhelm Hilgers, Mitglied im Bundesvorstand AG60plus verurteilen Putins Angriffskrieg auf das Schärfste. Die russische Regierung muss sofort alle Angriffe stoppen, sich vollständig aus der Ukraine zurückzuziehen und die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine achten. Unsere größte Sorge gilt derzeit den Menschen in der Ukraine. Gerade jetzt bekennen wir uns, mehr denn je, zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.

Deshalb haben wir am vergangenen Sonntag in Berlin gemeinsam mit Hundertausenden Anderen für den Frieden demonstriert. Den Aufruf der am Bündnis beteiligten Organisationen und Gewerkschaften für ein Europa der Abrüstung, der Entspannung und der Verständigung teilen wir ganz ausdrücklich.

Wir lehnen das von Bundeskanzler Scholz am Sonntag vorgeschlagene Sondervermögen für Aufrüstung in Höhe von 100 Milliarden Euro und dauerhafte Rüstungsausgaben von über zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts ab. Das ist ein beispielloser Paradigmenwechsel, dem wir uns vehement entgegenstellen. Stattdessen sollte darüber diskutiert werden, wie wir den Menschen in der Ukraine schnellstmöglich helfen können.

Für eine gut ausgestattete Bundeswehr braucht es weder Sondervermögen noch weitere Milliarden. Die Bundeswehr ist nicht von einer Unterfinanzierung geplagt, sondern von strukturellen Problemen beim Management und der Beschaffung von Materialien. Die Bundeswehr muss reformiert, nicht aufgerüstet werden. Darüber hinaus sollten jegliche Ausgaben für die Bundeswehr über den Weg des Verteidigungshaushalts gehen, inklusive eines Parlamentsvorbehalts, nicht über einen Sonderfonds – und erst recht nicht über einen  im Grundgesetz verankerten Sonderstatus für militärische Aufrüstung.

Was die Ankündigung eines Sonderfonds auch klar macht: Statt hektisch angekündigter Grundgesetzänderungen, sollte die Schuldenbremse abgeschafft werden. Sie ist nicht zeitgemäß und führt zu immer absurderen Finanzposten-Konstruktionen.

Es darf zudem keine militärische Aufrüstung auf Kosten von sozialen Leistungen geben. Wir stehen vor großen Herausforderungen, deren Bewältigung all unsere Kraft braucht. Unser Gesundheitssystem steht weiterhin unter immenser Belastung und muss auskömmlich finanziert werden. Eine Reform der Renten- und Sozialleistungen benötigt viel Geld. Die Umgestaltung unserer Wirtschaft bringt enorme Kosten mit sich. Das Überleben der Menschheit hängt davon ab, ob es uns gemeinsam gelingt, die Klimakrise und die Zerstörung unserer natürlichen Lebensgrundlagen zu bekämpfen. Für die Lösung dieser Menschheitsaufgaben müssen wir alle unsere Kraft aufwenden. Wir können es uns nicht leisten, die dafür dringend benötigten Ressourcen für Kriegsgerät auszugeben. Dies muss unsere gemeinsame Verantwortung sein, das sind wir nachfolgenden Generationen schuldig.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Klaus Barthel, Bundesvorsitzender Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerfragen (AfA)

Friedhelm Hilgers, Mitglied im Bundesvorstand AG60plus

 

Breites Bündnis kritisiert Sondervermögen für Aufrüstung der Bundeswehr

2. März 2022

Gemeinsame Erklärung von Forum DL21, Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken, Institut Solidarische Moderne, Jusos Rheinland-Pfalz, Attac Deutschland, NaturFreunde Deutschlands, Naturfreundejugend Deutschlands, Hashomer Hatzair Deutschland e.V., European Alternatives Berlin, Klaus Barthel, Bundesvorsitzender Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerfragen (AfA),  Friedhelm Hilgers, Mitglied im Bundesvorstand AG60plus.

 

Das Forum Demokratische Linke 21 e.V., Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken, Institut Solidarische Moderne, Jusos Rheinland-Pfalz, Attac Deutschland, NaturFreunde Deutschlands, Naturfreundejugend Deutschlands, Hashomer Hatzair Deutschland e.V., European Alternatives Berlin, Klaus Barthel, Bundesvorsitzender Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerfragen (AfA),  Friedhelm Hilgers, Mitglied im Bundesvorstand AG60plus verurteilen Putins Angriffskrieg auf das Schärfste. Die russische Regierung muss sofort alle Angriffe stoppen, sich vollständig aus der Ukraine zurückzuziehen und die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine achten. Unsere größte Sorge gilt derzeit den Menschen in der Ukraine. Gerade jetzt bekennen wir uns, mehr denn je, zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.

Deshalb haben wir am vergangenen Sonntag in Berlin gemeinsam mit Hundertausenden Anderen für den Frieden demonstriert. Den Aufruf der am Bündnis beteiligten Organisationen und Gewerkschaften für ein Europa der Abrüstung, der Entspannung und der Verständigung teilen wir ganz ausdrücklich.

Wir lehnen das von Bundeskanzler Scholz am Sonntag vorgeschlagene Sondervermögen für Aufrüstung in Höhe von 100 Milliarden Euro und dauerhafte Rüstungsausgaben von über zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts ab. Das ist ein beispielloser Paradigmenwechsel, dem wir uns vehement entgegenstellen. Stattdessen sollte darüber diskutiert werden, wie wir den Menschen in der Ukraine schnellstmöglich helfen können.

Für eine gut ausgestattete Bundeswehr braucht es weder Sondervermögen noch weitere Milliarden. Die Bundeswehr ist nicht von einer Unterfinanzierung geplagt, sondern von strukturellen Problemen beim Management und der Beschaffung von Materialien. Die Bundeswehr muss reformiert, nicht aufgerüstet werden. Darüber hinaus sollten jegliche Ausgaben für die Bundeswehr über den Weg des Verteidigungshaushalts gehen, inklusive eines Parlamentsvorbehalts, nicht über einen Sonderfonds – und erst recht nicht über einen  im Grundgesetz verankerten Sonderstatus für militärische Aufrüstung.

Was die Ankündigung eines Sonderfonds auch klar macht: Statt hektisch angekündigter Grundgesetzänderungen, sollte die Schuldenbremse abgeschafft werden. Sie ist nicht zeitgemäß und führt zu immer absurderen Finanzposten-Konstruktionen.

Es darf zudem keine militärische Aufrüstung auf Kosten von sozialen Leistungen geben. Wir stehen vor großen Herausforderungen, deren Bewältigung all unsere Kraft braucht. Unser Gesundheitssystem steht weiterhin unter immenser Belastung und muss auskömmlich finanziert werden. Eine Reform der Renten- und Sozialleistungen benötigt viel Geld. Die Umgestaltung unserer Wirtschaft bringt enorme Kosten mit sich. Das Überleben der Menschheit hängt davon ab, ob es uns gemeinsam gelingt, die Klimakrise und die Zerstörung unserer natürlichen Lebensgrundlagen zu bekämpfen. Für die Lösung dieser Menschheitsaufgaben müssen wir alle unsere Kraft aufwenden. Wir können es uns nicht leisten, die dafür dringend benötigten Ressourcen für Kriegsgerät auszugeben. Dies muss unsere gemeinsame Verantwortung sein, das sind wir nachfolgenden Generationen schuldig.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Klaus Barthel, Bundesvorsitzender Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerfragen (AfA)

Friedhelm Hilgers, Mitglied im Bundesvorstand AG60plus

 

DL21: Russland muss zurück an den Verhandlungstisch: Das Forum DL21 – die Linke in der SPD verurteilt russischen Völkerrechtsbruch in Ukraine

22. Februar 2022

Das Forum DL21 – die Linke in der SPD verurteilt russischen Völkerrechtsbruch in Ukraine

Lino Leudesdorff, Co-Vorsitzender: „Wir sind heute in großer Sorge um die Menschen in der Ukraine und verurteilen die Eskalation und den massiven Völkerrechtsbruch durch Russland aufs Schärfste. Wir als Teil der SPD Linken setzen uns für Frieden in Europa ein und begrüßen die Bemühungen von Bundeskanzler Scholz und seinen Amtskolleg*innen. Wir unterstützen einen Kurs, der auf eine Verhandlungslösung abzielt, die die Souveränität und die territoriale Integrität der Ukraine verteidigt und das Sicherheitsbedürfnis Russlands berücksichtigt.“

DL21: Russland muss zurück an den Verhandlungstisch: Das Forum DL21 – die Linke in der SPD verurteilt russischen Völkerrechtsbruch in Ukraine

22. Februar 2022

Das Forum DL21 – die Linke in der SPD verurteilt russischen Völkerrechtsbruch in Ukraine

Lino Leudesdorff, Co-Vorsitzender: „Wir sind heute in großer Sorge um die Menschen in der Ukraine und verurteilen die Eskalation und den massiven Völkerrechtsbruch durch Russland aufs Schärfste. Wir als Teil der SPD Linken setzen uns für Frieden in Europa ein und begrüßen die Bemühungen von Bundeskanzler Scholz und seinen Amtskolleg*innen. Wir unterstützen einen Kurs, der auf eine Verhandlungslösung abzielt, die die Souveränität und die territoriale Integrität der Ukraine verteidigt und das Sicherheitsbedürfnis Russlands berücksichtigt.“

#Leftlesson Staffel 3 Nr. 4: Care und globale Sorgeketten mit Dr. Christa Wichterich, Publizistin, Entwicklungssoziologin und Geschlechterforscherin

17. Februar 2022

 

Die #leftlessons gehen in die nächste Runde. Am 22. Februar um 19 Uhr freuen wir uns auf die Publizistin, Entwicklungssoziologin und Geschlechterforscherin Dr. Christa Wichterich. Thema wird sein: „Care und globale Sorgeketten“. 

Es ist die erste Lesson im Jahr 2022 und die vierte aus der dritten Staffel: Geschlechtergerechtigkeit.

Ein Thema, das wir gerne mit Dr. Christa Wichterich diskutieren wollen. Die Online-Veranstaltung streamen wir am 22.02.2022 ab 19.00 Uhr  auf Youtube, wo Dr. Christa Wichterich und Golnar Sepehrnia eure Fragen sehen können.

Vorbereitung 

Hier findet ihr die Vorbereitungsmaterialien für die lesson: LeftLessons3_Nr4_Vorbereitung_Wichterich

Video

Hier findet ihr das Video zur lesson: https://www.youtube.com/watch?v=vw7D6s8CrFI&t=3s

Nachbereitung 

Hier findet ihr die Nachbereitungsmaterialien zur lesson: LeftLessons3_Nr4_Nachbereitung

#Leftlesson Staffel 3 Nr. 4: Care und globale Sorgeketten mit Dr. Christa Wichterich, Publizistin, Entwicklungssoziologin und Geschlechterforscherin

17. Februar 2022

 

Die #leftlessons gehen in die nächste Runde. Am 22. Februar um 19 Uhr freuen wir uns auf die Publizistin, Entwicklungssoziologin und Geschlechterforscherin Dr. Christa Wichterich. Thema wird sein: „Care und globale Sorgeketten“. 

Es ist die erste Lesson im Jahr 2022 und die vierte aus der dritten Staffel: Geschlechtergerechtigkeit.

Ein Thema, das wir gerne mit Dr. Christa Wichterich diskutieren wollen. Die Online-Veranstaltung streamen wir am 22.02.2022 ab 19.00 Uhr  auf Youtube, wo Dr. Christa Wichterich und Golnar Sepehrnia eure Fragen sehen können.

Vorbereitung 

Hier findet ihr die Vorbereitungsmaterialien für die lesson: LeftLessons3_Nr4_Vorbereitung_Wichterich

Video

Hier findet ihr das Video zur lesson: https://www.youtube.com/watch?v=vw7D6s8CrFI&t=3s

Nachbereitung 

Hier findet ihr die Nachbereitungsmaterialien zur lesson: LeftLessons3_Nr4_Nachbereitung

Mehr Energie-Hilfe jetzt!

DL21 fordert höheren Energiekosten-Zuschuss und eine Ausweitung des Empfänger-Kreises

20. Januar 2022

Pressemitteilung der DL-21 Co-Vorsitzenden Ülker Radziwill, Sebastian Roloff und Lino Leudesdorff zum starken Preisanstieg der Energiekosten

Angesichts der Rekord-Energiepreise fordert das Forum Demokratische Linke 21 e.V. eine rasche Entlastung der Verbraucher*innen.

Den Plan von Bundesministerin Klara Geywitz, Wohngeldbezieher*innen mit einem Zuschuss zu unterstützen, findet der DL21-Co-Vorsitzdende Sebastian Roloff gut: „Wir unterstützen ausdrücklich, Wohngeldbezieher*innen wegen der stark gestiegenen Heizkosten einen Energiekosten-Zuschuss zu gewähren. Dieses Vorhaben der Bundesregierung ist richtig und muss schnell in Kraft treten. Allerdings geht es uns nicht weit genug. Die geplanten 135 Euro für Singlehaushalte, 175 Euro für Zwei-Personen Haushalte und 30 Euro je weiterer Person, sind deutlich zu niedrig und reichen nicht aus, um die stark gestiegenen Kosten zu decken.“

Eine weitere Stellschraube mit Nachbesserungsbedarf sieht DL21-Vo-Vorsitzende Ülker Radziwill in der Zahl der Zuschussberechtigten: „Der Kreis der Personen, die den Zuschuss erhalten, muss ausgeweitet werden. Wir denken hier an Menschen, die knapp über der Berechtigungsgrenze liegen und eben keine Wohngeld-Bezieher*innen sind – genauso wie an Schüler*innen, Azubis und Studierende. Die stark gestiegenen Energiekosten betreffen uns alle – aber insbesondere Menschen mit niedrigem und mittlerem Einkommen. Hier kann das Beziehen von Wohngeld kein Ausschlusskriterium bleiben.“

Einen weiteren Aspekt betont der DL21-Co-Vorsitzende Lino Leudesdorff: „Viele Billiganbieter kündigen jetzt Verträge Ihrer Kunden. Teils widerrechtlich, teilweise aufgrund von Zahlungsunfähigkeit. Der Verbraucherschutz wird in diesen Fällen grob verletzt. Auch die Grundversorger spielen nicht immer eine gute Rolle. Viele Bürger*innen müssen jetzt deren überteuerte, teils deutlich über dem Marktpreis liegenden Tarife nutzen. Neben kurzfristigen Hilfen brauchen wir eine langfristige Strategie wie wir die Energiekosten in Deutschland stabil halten. Bei den Strompreisen waren wir schon zuvor europaweit Spitzenreiter. Steuert die Politik nicht dagegen, kommt es zu einer ernsten sozialen Schieflage und die Unterstützung für die Klimapolitik geht verloren.“

Gestiegene Energiekosten: Forum DL21 fordert höheren Energiekosten-Zuschuss und größeren Kreis an Anspruchsberechtigten

20. Januar 2022

Pressemitteilung der DL-21 Co-Vorsitzenden Ülker Radziwill, Sebastian Roloff und Lino Leudesdorff zum starken Preisanstieg der Energiekosten

Angesichts der Rekord-Energiepreise fordert das Forum Demokratische Linke 21 e.V. eine rasche Entlastung der Verbraucher*innen.

Den Plan von Bundesministerin Klara Geywitz, Wohngeldbezieher*innen mit einem Zuschuss zu unterstützen, findet der DL21-Co-Vorsitzdende Sebastian Roloff gut: „Wir unterstützen ausdrücklich, Wohngeldbezieher*innen wegen der stark gestiegenen Heizkosten einen Energiekosten-Zuschuss zu gewähren. Dieses Vorhaben der Bundesregierung ist richtig und muss schnell in Kraft treten. Allerdings geht es uns nicht weit genug. Die geplanten 135 Euro für Singlehaushalte, 175 Euro für Zwei-Personen Haushalte und 30 Euro je weiterer Person, sind deutlich zu niedrig und reichen nicht aus, um die stark gestiegenen Kosten zu decken.“

Eine weitere Stellschraube mit Nachbesserungsbedarf sieht DL21-Vo-Vorsitzende Ülker Radziwill in der Zahl der Zuschussberechtigten: „Der Kreis der Personen, die den Zuschuss erhalten, muss ausgeweitet werden. Wir denken hier an Menschen, die knapp über der Berechtigungsgrenze liegen und eben keine Wohngeld-Bezieher*innen sind – genauso wie an Schüler*innen, Azubis und Studierende. Die stark gestiegenen Energiekosten betreffen uns alle – aber insbesondere Menschen mit niedrigem und mittlerem Einkommen. Hier kann das Beziehen von Wohngeld kein Ausschlusskriterium bleiben.“

Einen weiteren Aspekt betont der DL21-Co-Vorsitzende Lino Leudesdorff: „Viele Billiganbieter kündigen jetzt Verträge Ihrer Kunden. Teils widerrechtlich, teilweise aufgrund von Zahlungsunfähigkeit. Der Verbraucherschutz wird in diesen Fällen grob verletzt. Auch die Grundversorger spielen nicht immer eine gute Rolle. Viele Bürger*innen müssen jetzt deren überteuerte, teils deutlich über dem Marktpreis liegenden Tarife nutzen. Neben kurzfristigen Hilfen brauchen wir eine langfristige Strategie wie wir die Energiekosten in Deutschland stabil halten. Bei den Strompreisen waren wir schon zuvor europaweit Spitzenreiter. Steuert die Politik nicht dagegen, kommt es zu einer ernsten sozialen Schieflage und die Unterstützung für die Klimapolitik geht verloren.“

Kontakt